Über den Ort
Am nördlichen Ufer der Donau, dort wo das Flussbett sich zwischen bewaldeten Hügeln ausbreitet und die Luft noch die Kühle des Bayerischen Waldes trägt, erhebt sich eine der ältesten monastischen Stätten Deutschlands: die Benediktinerabtei Metten. Seit mehr als 1.250 Jahren wird hier ohne Unterbrechung nach der Regel des heiligen Benedikt gelebt – gebetet, gearbeitet, gelehrt und empfangen. Kein anderes Kloster in Bayern kann eine ununterbrochene monastische Kontinuität dieses Ausmaßes vorweisen.
Die Gründung des Klosters geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Der erste Abt, Utto, und seine Mönche rodeten das Land, bauten die ersten Gebäude und gründeten eine Schule – damit begann eine Bildungstradition, die bis heute anhält. Das St.-Michaels-Gymnasium der Benediktinerabtei Metten zählt zu den renommiertesten humanistischen Gymnasien Bayerns und bildet Schülerinnen und Schüler in christlicher und klassischer Tradition aus.
Die heutige Klosteranlage ist ein eindrucksvolles Zeugnis barocker Architektur. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das mittelalterliche Ensemble grundlegend neu gestaltet: Die mächtige Stiftskirche St. Michael mit ihrer prächtigen Stuckarbeit, der reich vergoldeten Bibliothek – eine der schönsten barocken Klosterbibliotheken Bayerns – und dem weitläufigen Konventbau bilden ein Ensemble, das Besucher immer wieder in Staunen versetzt. Besonders die Klosterbibliothek mit ihren geschwungenen Galerien, den Deckenfresken und den Tausenden von Bänden in handgeschnitzten Regalen gehört zu den großen kunsthistorischen Schätzen Niederbayerns.
Die Mönchsgemeinschaft von Metten lebt nach dem Prinzip des „Ora et Labora” – Bete und Arbeite. Der Tag ist durch das Stundengebet strukturiert: Vigil, Laudes, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet geben dem Klosterleben seinen Rhythmus. Gäste, die diesen Rhythmus kennenlernen wollen, sind herzlich eingeladen, an den Gottesdiensten teilzunehmen. Das gemeinsame Gebet in der alten Kirche, der Gesang der Mönche, die Stille zwischen den Worten – das ist ein Erlebnis, das lange nachwirkt.
Metten ist zudem ein Kulturstandort von Rang: Konzerte, Ausstellungen, Führungen und kulturelle Veranstaltungen machen das Kloster zum lebendigen Mittelpunkt der Region. Das Kloster betreibt auch die Seelsorge mehrerer Pfarreien im Umland – die Mönche sind also nicht hinter Klostermauern verborgen, sondern mitten im Leben der Menschen verwurzelt.
Stilleangebote
Das Kloster Metten bietet Gästen die Möglichkeit zu Exerzitien und persönlichen Rückzügen in der Stille des monastischen Lebens. Die Gästeabteilung des Klosters nimmt Einzelgäste auf, die in Ruhe, Stille und im Rhythmus des Klosterlebens neue Kraft schöpfen wollen.
Folgende Angebote stehen zur Verfügung:
- Individuelle Auszeit: Freie Tage im Kloster, ohne festes Programm – einfach ankommen, atmen, beten, wandern.
- Teilnahme am Stundengebet: Gäste dürfen an allen Gebetszeiten in der Stiftskirche teilnehmen.
- Geistliche Begleitung: Auf Wunsch können Gespräche mit einem Pater vereinbart werden.
- Exerzitien: Geführte Schweige- und Betrachtungszeiten nach ignatianischer oder benediktinischer Tradition – auf Anfrage möglich.
- Klosterführungen: Regelmäßige Führungen durch die historischen Räume des Klosters, insbesondere die Bibliothek.
Der Bayerische Wald in unmittelbarer Nachbarschaft bietet ausgedehnte Wander- und Radwege für die aktive Stille.
Übernachtungspreise
Das Gästehaus des Klosters Metten bietet einfache, würdige Zimmer im Klostergebäude. Die Preise liegen im mittleren Bereich (50–100 € pro Person/Nacht inkl. Frühstück). Vollpension ist auf Anfrage erhältlich. Genaue Konditionen werden auf Anfrage bei der Klosterverwaltung mitgeteilt. Für Gruppen und längere Aufenthalte empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung.
Lage
Metten liegt im Landkreis Deggendorf in Niederbayern, direkt an der Donau, etwa 5 Kilometer westlich von Deggendorf. Die Abtei thront auf einem Hügel unmittelbar über dem Fluss. Im Süden beginnt der Bayerische Wald, im Norden erstreckt sich die Donauebene. Die Landschaft ist abwechslungsreich, der Wald dicht und beruhigend, die Donau ein majestätischer Begleiter.
Das Kloster ist mit dem Zug über Deggendorf erreichbar (Bahnlinie München–Passau, ICE-Halt in Plattling, ca. 10 km entfernt). Der Ortsbus verbindet Deggendorf mit Metten. Mit dem Auto kommt man über die A3 (Ausfahrt Deggendorf) in wenigen Minuten.
Anfahrt
Über die Autobahn A3 bis Ausfahrt Deggendorf, dann der Beschilderung „Kloster Metten” folgen. Der Abtei ist ein Parkplatz angegliedert. Mit dem Zug bis Deggendorf Hauptbahnhof, weiter mit Bus Linie 905. Eine Anmeldung für Übernachtungen ist zwingend erforderlich.
- Individuelle Auszeit
- Gebete und Andachten
- Exerzitienangebote
- Mehrtägige Retreats
- Katholisch
- Einzelgäste willkommen
- Gruppen willkommen
- Verpflegung möglich
- Erreichbar mit ÖPNV
- Anmeldung erbeten
- Naturnahe Lage
- Blick auf Wald
- Ruhige Umgebung
