Über den Ort
Dort wo der Bodensee seine nordwestliche Bucht ausbreitet, zwischen Konstanz und der Halbinsel Höri, liegt Hegne – ein kleines Dorf, das ohne das Kloster der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz kaum zu finden wäre auf den Landkarten des Geistes. Mit dem Kloster aber gehört Hegne zu jenen Orten, die man kennt, wenn man sie kennt: ein Ort der Anziehungskraft, der Stille und der langen Geschichte, einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte am Bodensee und ein lebendiges Zentrum franziskanisch geprägter Ordensschwesterngemeinschaft.
Seit über 130 Jahren leben die Kreuzschwestern in Hegne, prägen das Dorf und die Region – durch ihre Schulen, ihr Altenheim, ihr Hotel und vor allem durch ihr geistliches Zeugnis. Die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (Kreuzschwestern) wurden 1856 von Pater Theodosius Florentini in Ingenbohl in der Schweiz gegründet – einem franziskanischen Kapuzinerpater, der die Not seiner Zeit sah und Frauen mobilisierte, ihr Leben in den Dienst der Armen, Kranken und Ausgegrenzten zu stellen. Diese Ursprungsintuition – Barmherzigkeit als gelebte Spiritualität – ist in Hegne bis heute lebendig.
Das geistliche Zentrum des Klosters ist die Klosterkirche, ein prägender Bau am Seeufer, der täglich zu Gottesdiensten und Andachten einlädt. Der Gebetsrhythmus der Schwestern strukturiert den Tag: Laudes, Eucharistiefeier, Mittagsgebet, Vesper, eucharistische Anbetung – ein dichtes, regelmäßiges Programm, das Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit gibt, an der betenden Gemeinschaft der Schwestern teilzuhaben. Besonders die Vesper am frühen Abend zieht regelmäßig Menschen an, die in der Stille des Gottesdienstes nach der Arbeit einen Moment der Sammlung suchen.
Hegne ist auch Wallfahrtsort: Die Verehrung der seligen Ulrika Nisch, einer Kreuzschwestere des frühen 20. Jahrhunderts, die in Hegne gelebt und 1913 verstorben ist, zieht Menschen aus der ganzen Region und darüber hinaus an. Schwester Ulrika war eine einfache Frau, von bescheidener Herkunft, die durch ihre stille Radikalität der Güte und ihres Gebetes zu einer Gestalt wurde, die Menschen auch heute noch anspricht. Am 8. jedes Monats – dem Todestag der Seligen – findet eine besondere Anbetungsstunde in der Krypta der Klosterkirche statt.
Das Kloster betreibt das Hotel St. Elisabeth – ein modernes, komfortables Gästehaus direkt auf dem Klostergelände, das nicht nur geistlich Suchende, sondern auch Urlauber und Tagungsgäste empfängt. Der Bodensee ist in wenigen Gehminuten erreichbar; die Aussicht auf das Wasser, auf die sanften Hügel des Hegau und an klaren Tagen auf die Alpensilhouette ist von einzigartiger Schönheit. Es ist die Art von Landschaft, die den Horizont öffnet – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Die Theodosius-Akademie, angegliedert an das Kloster, bietet ein reiches Programm aus Bildungsveranstaltungen, Vorträgen und Seminaren. Klosterführungen – regelmäßig angeboten und gut besucht – erschließen Geschichte und Gegenwart des Hauses für neugierige Besucherinnen und Besucher.
Stilleangebote
Das Kloster Hegne bietet eines der reichsten liturgischen und spirituellen Programme aller klösterlichen Gästehäuser am Bodensee:
- Tägliche Gottesdienste und Stundengebet: Laudes, Eucharistiefeier, Mittagsgebet, Vesper, eucharistische Anbetung – der vollständige Tagesrhythmus der Klostergemeinschaft steht allen offen.
- Pilgergottesdienst: Werktäglich um 11:00 Uhr – ein besonderes Angebot für Pilger und Reisende, die für kurze Zeit zu Gast sind.
- Wallfahrt zur seligen Ulrika: Am 8. jeden Monats findet die Anbetungsstunde in der Krypta statt. Zu besonderen Anlässen kommen Pilger aus der ganzen Bodenseeregion und aus der Schweiz.
- Klosterführungen: Regelmäßige Führungen durch Geschichte und Räume des Klosters.
- Theodosius-Akademie: Vorträge, Kurse und Seminare zu spirituellen und kulturellen Themen.
- Individuelle Auszeit: Das Hotel St. Elisabeth ermöglicht auch längere stille Aufenthalte im Klosterumfeld.
Übernachtungspreise
Das Hotel St. Elisabeth auf dem Klostergelände bietet komfortable Gästezimmer mit Blick auf den Bodensee und die Klostergärten. Die Preise bewegen sich je nach Saison, Zimmerkategorie und Blicklage bei ca. 80–120 € pro Person und Nacht, inklusive Frühstück. Zimmer mit direktem Seeblick sind in der Hochsaison (Mai bis Oktober) entsprechend beliebter und etwas teurer zu kalkulieren. Für Einzelreisende kann ein moderater Einzelzimmerzuschlag anfallen. Tagungspakete für Gruppen (inklusive Raummiete, Technik und Vollverpflegung) werden auf Anfrage individuell kalkuliert. Das Frühstück ist reichhaltig und in der Regel im Übernachtungspreis enthalten.
Lage
Kloster Hegne liegt in Allensbach-Hegne im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, direkt am Ufer des Gnadensees – einem ruhigeren Teilbecken des Bodensees zwischen dem Überlinger See und dem Zellersee. Die Lage ist von außergewöhnlicher landschaftlicher Schönheit: Seeblick, Bodenseeklima, die Alpensilhouette in der Ferne. Der Ort Hegne ist ruhig und klein; Konstanz mit seiner historischen Altstadt und guter Bahnanbindung ist ca. 10 Kilometer entfernt.
Anfahrt
Mit dem Zug bis Konstanz Hauptbahnhof, dann mit dem Bus (Linie 5 oder 7205) in Richtung Allensbach bis Hegne. Mit dem Auto über die A81 bis Singen, dann über die B33 in Richtung Konstanz/Hegne. Parkplätze sind am Kloster vorhanden. Das Hotel St. Elisabeth ist direkt buchbar über die Kloster-Website; für spirituelle Angebote und Gruppenanfragen empfiehlt sich eine Voranmeldung beim Kloster.
- Individuelle Auszeit
- Kurse und Seminare
- Meditationsangebote
- Gebete und Andachten
- Vorträge
- Mehrtägige Retreats
- Katholisch
- Einzelgäste willkommen
- Gruppen willkommen
- Herberge für Pilger
- Verpflegung möglich
- Erreichbar mit ÖPNV
- Anmeldung erbeten
- WLAN
- Naturnahe Lage
- Blick auf Wasser
- Blick auf Berge
- Ruhige Umgebung
