Über den Ort
Das Kloster Cham mit der Klosterkirche Maria Hilf und dem Exerzitienhaus „Maria Hilf“ ist ein geistliches Zentrum der Redemptoristen mitten in der oberpfälzischen Kreisstadt Cham. Nördlich der Altstadt und unweit des Bahnhofs erhebt sich der neuromanische Backsteinbau auf einer kleinen Anhöhe über der Ludwigstraße. Wer die Stufen zur Kirche hinaufsteigt und das Klostergelände betritt, erlebt den Gegensatz zwischen städtischer Betriebsamkeit und der Atmosphäre einer Oase der Stille: Verkehrslärm und Alltagshektik treten in den Hintergrund, es entsteht Raum zum Aufatmen, Nachdenken und Beten.
Die Redemptoristen betreiben das Kloster, die Klosterkirche und das Exerzitienhaus als ein gemeinsames Geistliches Zentrum. Ihr Auftrag ist es, Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und ihnen einen Ort zu bieten, an dem sie Gott und sich selbst neu begegnen können. Die Spiritualität des Ordens geht auf den heiligen Alfons von Liguori zurück und ist geprägt von der Erfahrung, dass Gott die Menschen in ihrer konkreten Lebenswirklichkeit annimmt und ihnen Heilung, Versöhnung und Befreiung schenken möchte. Diese Haltung spiegelt sich im Umgang mit den Gästen und in der Art wider, wie hier Alltag, Gebet und Seelsorge miteinander verbunden werden.
Die Klosterkirche Maria Hilf mit ihren beiden Türmen und der markanten Apsis prägt das Bild des Areals. Innen beeindrucken die reich ausgemalten Gewölbe, die warmen Farben und die Bildprogramme, die das Leben Jesu und die Botschaft des Evangeliums ins Bild setzen. In dieser Kirche werden Eucharistiefeiern, Beichtgelegenheiten, Andachten und besondere Gottesdienste angeboten. Gäste des Exerzitienhauses sind eingeladen, an den Gebetszeiten der Gemeinschaft teilzunehmen und die Kirche auch außerhalb der Liturgie als Raum der stillen persönlichen Meditation zu nutzen – etwa für das Jesusgebet, das einfache Dasein vor Gott oder das Betrachten biblischer Texte.
Zum geistlichen Zentrum gehört vor allem das Exerzitienhaus „Maria Hilf“. Es ist ein eigenständiger Gebäudeteil, der direkt mit dem Kloster verbunden ist und in dem Gästezimmer, Kapellen- und Gruppenräume, Meditationsräume und Aufenthaltsbereiche untergebracht sind. Die Architektur ist schlicht, funktional und hell; sie unterstützt das Anliegen, Menschen einen Rahmen für Besinnung und Begegnung zu bieten. Auf den Fluren, in Sitzecken und im kleinen Klostergarten kommt man leicht mit anderen Gästen ins Gespräch – oder findet genau den Ort, an dem man in Ruhe lesen, schreiben oder schweigen kann.
Die Mönche und das Team des Exerzitienhauses legen Wert darauf, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen hier willkommen sind: Eingeladen sind Christinnen und Christen, die in der Kirche beheimatet sind, ebenso wie Suchende, Zweifelnde oder Menschen, die der Kirche eher distanziert gegenüberstehen. Es ist ein Haus, das offen ist für Frauen und Männer, Paare, Einzelgäste und Gruppen, für Jugendliche und Erwachsene. Viele kommen wiederholt nach Cham, weil sie erleben, dass dieser Ort zu einem Fixpunkt im Jahr geworden ist, an dem sie innerlich zur Ruhe kommen und neue Orientierung gewinnen.
Die Haltung des Hauses ist geprägt von Wertschätzung und Achtsamkeit. Es geht nicht darum, Erwartungen zu erfüllen oder eine bestimmte Frömmigkeitsform aufzudrängen, sondern darum, Menschen auf ihrem je eigenen Weg zu begleiten. Darum nimmt sich das Seelsorgeteam Zeit für Gespräche, begleitet persönliche Prozesse und schafft eine Atmosphäre, in der sich auch das Aufbrechen schwieriger Themen tragen lässt. Diese Kombination aus professioneller Begleitung, geistlicher Tiefe und zugleich sehr menschlicher Nähe macht das geistliche Zentrum der Redemptoristen in Cham zu einem besonderen Ort.
Stilleangebote
Das Profil des Exerzitienhauses „Maria Hilf“ ist vielfältig. Im Zentrum stehen Exerzitien und Besinnungstage, die Menschen helfen möchten, den eigenen Lebensweg im Licht des Evangeliums zu betrachten. Im Jahresprogramm finden sich kontemplative Exerzitien, biblische Besinnungstage, thematische Wochenenden, Fasten- und Wanderangebote, geistliche Tage für bestimmte Zielgruppen sowie Zeiten des Schweigens. Gemeinsam ist diesen Angeboten, dass sie Zeiten des Inputs mit Phasen der Stille, mit persönlichen Übungen und mit Gebetszeiten verbinden.
Eine wichtige Säule des Hauses sind mehrtägige Exerzitienkurse. Sie orientieren sich häufig an ignatianischen oder kontemplativen Traditionen und bieten viel Raum für stilles Beten und meditatives Verweilen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen Impulse für die persönliche Schriftbetrachtung, Übungen zur Achtsamkeit und Hinweise, wie sie mit inneren Bildern, Gefühlen und Gedanken umgehen können. In persönlichen Begleitgesprächen werden Erfahrungen reflektiert und nächste Schritte abgesprochen, so dass ein individueller geistlicher Weg entsteht, der durch die Struktur der Tage getragen ist.
Neben den Exerzitien gibt es ein umfangreiches Angebot an Kursen und Seminaren. Dazu gehören thematische Wochenenden zu Fragen von Lebensbalance, Umgang mit Krisen, familiären und beruflichen Herausforderungen, Paarbeziehungen oder der Gestaltung des persönlichen Glaubenslebens. Es gibt Tage und Abende mit Vorträgen, offenen Gesprächsrunden, Bibelabenden und Angeboten, die Elemente aus Musik, Tanz oder kreativen Methoden einbeziehen. So können Menschen ihren Glauben und ihre Spiritualität in unterschiedlichen Ausdrucksformen entdecken und vertiefen.
Besondere Akzente setzen Angebote, in denen der Körper bewusst einbezogen wird. Dazu gehören Fasten- und Wanderwochen, Zeiten mit Yoga und Entspannungsübungen oder auch rhythmische und musikalische Elemente, die helfen, im ganzheitlichen Sinn zur Ruhe zu kommen. Auch ein offenes Singen oder Trommel-Angebote, wie sie in Kooperation mit anderen Einrichtungen stattfinden, schaffen Räume, in denen Menschen über Musik, Rhythmus und Bewegung Zugang zu sich selbst und zu Gott finden können. Solche körperorientierten Formate ergänzen die klassischen Exerzitien auf sinnvolle Weise.
Für Menschen, die ohne festes Programm kommen möchten, bietet das Haus so genannte „persönliche Auszeiten“ an. Man kann für einige Tage im Exerzitienhaus wohnen, an den Gottesdiensten teilnehmen, nach Absprache Begleitgespräche führen und den eigenen Tagesrhythmus frei gestalten. Diese Form der individuellen Auszeit eignet sich besonders, wenn man Abstand vom Alltag braucht, eine Entscheidung vorbereiten möchte oder einfach spüren will, was sich im eigenen Inneren zeigt, wenn der äußere Druck nachlässt.
Neben Einzelgästen sind auch Gruppen willkommen: Pfarreien, geistliche Gemeinschaften, Verbände, Schulklassen oder andere Gruppen können das Haus für eigene Tagungen und Besinnungstage nutzen. Das Exerzitienhaus stellt dafür geeignete Räume, Technik und bei Bedarf geistliche Begleitung zur Verfügung. So wird das geistliche Zentrum zu einem Ort der Weggemeinschaft, an dem Menschen mit sehr verschiedenen Lebensgeschichten miteinander unterwegs sind und sich gegenseitig stärken.
Übernachtungspreise
Die Zimmer im Exerzitienhaus „Maria Hilf“ sind einfach, freundlich und zeitgemäß ausgestattet, vielfach mit Dusche und WC. Sie unterstreichen die Ausrichtung des Hauses auf Schlichtheit und bewusstes Leben, ohne auf einen gewissen Komfort zu verzichten. Die Preisgestaltung orientiert sich an Tagessätzen, die Unterkunft und Verpflegung (Halb- oder Vollpension) umfassen. In früheren Hausprospekten wurden Tagessätze genannt, bei denen die Vollpension pro Person und Nacht im Bereich deutlich unter 50 Euro lag. Das Haus bewegt sich damit in einer bewusst günstigen Preiskategorie.
Auch wenn sich konkrete Euro-Beträge im Lauf der Jahre an veränderte Rahmenbedingungen anpassen, bleibt der Grundansatz gleich: Die Angebote sollen für möglichst viele Menschen erreichbar sein. Deshalb bleibt die Preiskategorie insgesamt „einfach“. Wer an einem Kurs teilnimmt, zahlt in der Regel einen Betrag für Unterkunft und Verpflegung sowie eine Kursgebühr, die die Referententätigkeit, Materialien und Organisation abdeckt. Die jeweiligen Konditionen werden transparent ausgewiesen, und bei Fragen hilft das Büro des Geistlichen Zentrums weiter.
Die Verpflegung erfolgt in Form von Voll- oder Halbpension. Im Speisesaal werden einfache, schmackhafte Mahlzeiten angeboten, die Kraft für die Exerzitientage geben und zugleich einen bewussten Umgang mit Essen und Trinken unterstützen. Wo es organisatorisch möglich ist, wird auf besondere Ernährungswünsche Rücksicht genommen. Für viele Gäste ist gerade die Kombination aus gemeinsamen Mahlzeiten, Zeiten des Schweigens und Phasen des Austauschs ein wichtiger Bestandteil ihrer Retreat-Erfahrung.
Wer eine längere Auszeit oder wiederholte Aufenthalte plant, kann sich im Vorfeld beraten lassen. Das Exerzitienhaus ist erfahren darin, zusammen mit Gästen zu überlegen, welches Angebot, welche Dauer und welcher finanzielle Rahmen zu ihrer jeweiligen Lebenssituation passen. So entsteht eine ausgewogene Balance zwischen den wirtschaftlichen Erfordernissen des Hauses und dem Anliegen, geistliche Angebote auch Menschen mit begrenzten Mitteln zu ermöglichen.
Lage
Das geistliche Zentrum der Redemptoristen liegt in zentraler Lage der Stadt Cham und ist trotzdem von einer ruhigen Atmosphäre geprägt. Die Klosterkirche Maria Hilf und das Exerzitienhaus befinden sich nördlich der Altstadt auf einer kleinen Anhöhe über der Ludwigstraße. Von hier aus eröffnet sich ein weiter Blick über Dächer, Bäume und das Stadtgebiet. Die Nähe zum Bahnhof und zur Innenstadt sorgt dafür, dass die Anreise unkompliziert ist und kleine Wege in die Stadt jederzeit möglich sind.
Gleichzeitig vermittelt das Klostergelände einen spürbaren Abstand zum Alltag. Wer die Treppenstufen zur Kirche hinaufsteigt, verlässt symbolisch die Ebene der Einkaufspassagen und Straßen und betritt einen Raum, in dem Stille und Besinnung den Ton angeben. Innenhöfe, Wege und Sitzplätze im Freien laden
- Individuelle Auszeit
- Kurse und Seminare
- Meditationsangebote
- Gebete und Andachten
- Exerzitienangebote
- Vorträge
- Körpertherapeutische Angebote
- Musikveranstaltungen
- Mehrtägige Retreats
- Katholisch
- Einzelgäste willkommen
- Gruppen willkommen
- Verpflegung möglich
- Erreichbar mit ÖPNV
- Feste Öffnungszeiten
- Anmeldung erbeten
- Zentrumnahe Lage
- Ruhige Umgebung
