Über den Ort
Zwischen Ulm und Kempten, im lieblichen Hügelland der schwäbischen Alb, liegt das Dorf Bonlanden – und sein Name ist Programm: „Gute Erde” bedeutet er im Deutschen, und diese Erde hat seit dem 19. Jahrhundert Frucht getragen für eine franziskanische Frauengemeinschaft, die hier ihren Mutterhausitz errichtet hat. Das Kloster Bonlanden der Franziskanerinnen von Bonlanden ist heute ein lebendiges Tagungs- und Begegnungszentrum, das franziskanische Spiritualität mit modernem Gastbetrieb verbindet – und dabei weder die eine noch den anderen verrät.
Die Geschichte des Hauses ist untrennbar mit dem heiligen Franziskus von Assisi verbunden. Die Franziskanerinnen von Bonlanden orientieren ihr Leben am Ideal des Poverello: an Armut, Einfachheit, Freude und der radikalen Wertschätzung aller Geschöpfe. Diese Haltung findet im Kloster Bonlanden ihren sichtbaren Ausdruck – nicht nur im Alltag der Schwestern, sondern auch in den Räumen, Wegen und Gärten, die Besucher erleben können.
Das Herzstück der Anlage ist die prächtige neugotische Klosterkirche St. Michael. Errichtet im späten 19. Jahrhundert im Zuge der Erneuerungsbewegungen kirchlicher Architektur, kombiniert sie hohe Spitzbögen, farbige Glasfenster und eine reiche Ausstattung zu einem Innenraum von außergewöhnlicher Wirkung. Die Kirche ist täglich geöffnet und kann jederzeit zum persönlichen Gebet oder zur Stille aufgesucht werden. Das Licht, das durch die Buntglasfenster fällt, färbt die Luft und die Steine – ein Phänomen, das man gesehen haben muss.
Doch das Kloster Bonlanden ist mehr als seine Kirche. Der weitläufige Krippenweg – eine der Besonderheiten des Hauses – führt in sechzehn Szenen durch das Weihnachtsgeschehen, ergänzt durch Krippen aus aller Welt. Dieser barocke Weg, der das Jahr über geöffnet ist, macht das franziskanische Kernanliegen der „Menschwerdung” sinnlich erfahrbar: Gott kommt zu den Menschen, klein, verletzlich, in einem Stall. Die begleitenden Stationen des Sonnengesangs – des berühmten Gedichts des Franziskus über Bruder Sonne, Schwester Mond und alle Geschöpfe – laden zum Innehalten und Staunen über die Schönheit der Schöpfung ein.
Das Tagungshaus bietet 59 außergewöhnlich gestaltete Zimmer und zehn moderne Tagungsräume – Kapazitäten, die für ein Kloster in dieser ländlichen Lage bemerkenswert sind. Hier kommen Gruppen unterschiedlichster Art zusammen: Kirchenverbände, Firmen, Schulklassen, spirituelle Gemeinschaften. Die franziskanische Gastfreundschaft – „Pace e bene!”, Friede und alles Gute!, ist der Gruß des Franziskus – macht aus dem Tagungsbetrieb mehr als Logistik: Es ist ein Willkommenhalten.
Das angegliederte Klostercafé mit Außenterrasse ist ein weiterer Anziehungspunkt: Hauseigene Kuchen und Torten aus der Klosterkonditorei, Kaffee- und Teespezialitäten, ein Spielplatz für Familien. Bonlanden ist kein geschlossenes Kloster, das man nur von außen betrachten kann – es ist ein offenes Kloster, das einlädt, mitzuleben und mitzufeiern.
Stilleangebote
Neben dem aktiven Tagungsbetrieb bietet das Kloster Bonlanden explizit Räume der Stille an. Die Schwestern verstehen es als Teil ihres franziskanischen Auftrags, Menschen in der Suche nach innerer Mitte zu begleiten. Konkrete Angebote umfassen:
- Individuelle Auszeit: Tage oder Wochenenden der stillen Einkehr, ohne vorgegebenes Programm.
- Gottesdienste und Andachten: In der Klosterkirche St. Michael finden regelmäßige liturgische Feiern statt.
- Krippenweg und Sonnengesang-Stationen: Meditative Spazierwege auf dem Klostergelände, ganzjährig zugänglich.
- Gesprächsangebote: Auf Anfrage sind persönliche Gespräche mit Schwestern möglich.
- Mehrtägige Retreats: Auf Anfrage können begleitete Rückzugszeiten vereinbart werden.
- Geo-Caching: Eine ungewöhnliche Form der aktiven Entdeckung des Klostergeländes – für Gruppen besonders beliebt.
Übernachtungspreise
Das Tagungshaus des Klosters Bonlanden bietet 59 Gästezimmer in unterschiedlichen Kategorien. Die Preise für Übernachtung mit Frühstück liegen je nach Saison und Zimmerkategorie bei ca. 60–85 € pro Person und Nacht. Vollpension und Halbpension sind buchbar und für Tagungsgäste mit Seminarpauschale empfehlenswert. Einzelzimmer werden mit einem moderaten Aufschlag berechnet. Für Gruppen gibt es attraktive Tagungspauschalen inklusive Raummiete, Technik und Verpflegung. Das Frühstück wird als vollständiges Buffet gereicht; günstigere Optionen für Selbstversorger sind nicht vorgesehen, da der Vollbetrieb im Vordergrund steht.
Lage
Bonlanden ist ein Ortsteil der Gemeinde Berkheim im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg, gelegen zwischen Ulm (ca. 30 km nordöstlich) und Kempten (ca. 60 km südlich). Die Landschaft ist hügelig, agrarisch und ruhig – typisches Oberschwaben mit weiten Feldern, kleinen Wäldchen und klarer Luft. Das Kloster liegt unmittelbar im Ort, umgeben von Gärten und dem weitläufigen Gelände des Krippenweges.
Anfahrt
Mit dem Auto über die A7 (Ausfahrt Berkheim/Rot an der Rot oder Tannheim) oder die A8 (Ulm) in Richtung Berkheim. Mit dem öffentlichen Nahverkehr bis Berkheim oder Biberach, von dort mit dem Bus nach Bonlanden. Die genaue Wegbeschreibung ist auf der Kloster-Website hinterlegt. Eine Anmeldung für Übernachtungen und Tagungen ist erforderlich.
- Individuelle Auszeit
- Kurse und Seminare
- Gebete und Andachten
- Mehrtägige Retreats
- Katholisch
- Einzelgäste willkommen
- Gruppen willkommen
- Verpflegung möglich
- Anmeldung erbeten
- WLAN
- Naturnahe Lage
- Blick auf Wiesen und Felder
- Ruhige Umgebung
